Parcel: Alle Pakete auf dem iPhone tracken ohne zehn App-Installationen
Parcel trackt alle Pakete von DHL, Hermes, DPD, UPS und Amazon in einer App. Schluss mit zehn Lieferdienst-Apps auf dem iPhone.
Die Lösung für zu viele Liefer-Apps ist eine einzige: Parcel bündelt Tracking-Nummern von über 300 Diensten – DHL, Deutsche Post, Hermes, DPD, GLS, UPS, FedEx, Amazon Logistics – in einer App, ohne Account-Zwang und für sieben Euro im Jahr statt eines weiteren Monats-Abos. Kein Zalando-Login, kein Amazon-Onboarding, keine App, die du nach einem einzigen Paket wieder löschst.
Parcel: Eine App für alle Lieferdienste
Alle Pakete auf einen Blick verfolgen
Für wen: Alle, die regelmäßig aus mehreren Shops mit unterschiedlichen Versanddiensten bestellen und nicht für jede Marke eine eigene App auf dem iPhone wollen.
Parcel ist seit über zehn Jahren auf dem App Store und hat genau ein Versprechen: Du gibst eine Tracking-Nummer ein, Parcel erkennt automatisch den Dienst, fragt regelmäßig den Status ab und schickt eine Push-Benachrichtigung, wenn sich etwas ändert. Kein Account-Zwang, keine Cross-Promotion, und die kleine Werbeeinblendung verschwindet mit dem Abo.
Mit iOS 26 wurde Parcel komplett in SwiftUI neu aufgebaut und nutzt das neue Liquid-Glass-Design. Die Apple-Intelligence-Integration kürzt Amazon-Bestellnamen automatisch auf etwas Lesbares (statt „Amazon Bestellung 304-1923847…“ steht da „Wandhalterung schwarz“).
Seit Jahren ist Parcel meine einzige Paket-App, alle Marken-Apps habe ich gelöscht. Schickt mir ein Shop eine Tracking-Nummer, kopiere ich sie in Parcel und vergesse die Bestellung. Sobald das Paket unterwegs ist, taucht es als Push-Nachricht auf: am Verteilzentrum, heute zugestellt, geliefert. Fertig.
Workflow in der Praxis
- Tracking-Nummer eintragen. Über den Plus-Button fügst du die Nummer aus der Bestätigungsmail ein und gibst der Sendung optional einen Namen. Den Lieferdienst erkennt Parcel meistens automatisch.
- Push-Benachrichtigung abwarten. Benachrichtigungen kommen nur zwischen 8 und 22 Uhr, keine nächtliche Störung. In der App siehst du aktuellen Aufenthaltsort, Verteilzentren und geschätzte Zustellung.
- Paket archivieren. Nach der Zustellung archivierst oder löschst du den Eintrag. Archivierte Sendungen bleiben durchsuchbar, praktisch bei einer Reklamation Monate später.
Bonus: Verbindest du deinen Amazon-Account einmal in der App, tauchen alle Amazon-Bestellungen automatisch auf, auch wenn Amazon sie über DHL oder Hermes verschickt.
Live Activity, Apple Watch und Widget
Parcel reizt das iOS-Ökosystem aus, ohne aufdringlich zu wirken:
- ein Homescreen-Widget mit den nächsten erwarteten Lieferungen
- eine Apple-Watch-App für Push-Benachrichtigungen aufs Handgelenk
- eine kostenlose macOS-Version mit Sync via iCloud
- eine Live Activity auf dem Sperrbildschirm und in der Dynamic Island am Liefertag, seit iOS 26 auch in der macOS-Menüleiste
- eine Share-Extension für Tracking-Codes direkt aus E-Mail oder Browser
Das Widget ist für mich der wichtigste Teil: Ein Blick auf den Homescreen verrät, ob heute noch was kommt, ganz ohne App-Öffnung.
Premium-Abo: Lohnt sich das?
Die kostenlose Version erlaubt drei aktive Sendungen gleichzeitig und keine Push-Benachrichtigungen. Premium kostet 6,99 Euro im Jahr, hebt das Limit auf, schaltet Push-Benachrichtigungen frei und blendet die Werbung aus. Wer regelmäßig mehr als drei Pakete gleichzeitig erwartet oder Push-Benachrichtigungen braucht, kommt an Premium nicht vorbei – sieben Euro im Jahr für eine App, die ich täglich öffne, ist eines der ehrlichsten Preismodelle im App Store. Wer nur sporadisch bestellt und mit drei Sendungen auskommt, bleibt entspannt bei der kostenlosen Version, die Tracking-Funktion selbst läuft auch ohne Abo vollständig.
Die neue Konkurrenz: Apple Wallet trackt jetzt selbst
Seit iOS 26 durchsucht die Wallet-App auf Apple-Intelligence-fähigen Geräten (iPhone 15 Pro und neuer) deine E-Mails nach Tracking-Nummern und legt Sendungen automatisch unter „Bestellungen“ ab – aktivierbar unter Einstellungen → Wallet & Apple Pay → Bestellungen → Mail (Beta), unabhängig von Apple Pay.
Für Gelegenheitsbesteller mit aktuellem iPhone macht das Parcel fast überflüssig. Für alles andere bleibt Parcel die bessere Wahl: Wallet-Tracking braucht Apple Intelligence, die deutsche Mail-Erkennung ist nach meinen Tests noch lückenhaft (Hermes-Mails landen oft nicht), und ein durchsuchbares Archiv für spätere Reklamationen fehlt. Mein praktischer Mix: Wallet für das stille Auto-Tracking der Standard-Bestellungen, Parcel für alles, was Wallet nicht erkennt, und als Archiv. Alle Schritte zum Wallet-Tracking stehen im Ratgeber zu Apple Wallet einrichten.
Indie-Alternative: Lieferungen (Deliveries) von Junecloud
Lieferungen hilft Ihnen alle ihre Pakete zu verfolgen, damit Sie immer wissen wann sie ankommen. Egal ob es das neueste…
Für wen: Indie-Fans, die Einmalkäufe Abos vorziehen, US-fokussiert bestellen oder eine ältere, rock-solide App suchen.
Die App ist eine Indie-Klassik aus den USA, deckt die wichtigsten internationalen Dienste ab und arbeitet inzwischen ebenfalls mit einem Abo (0,99 Euro im Monat oder 5,49 Euro im Jahr, Altkäufer behalten ihren früheren Einmalkauf). Die Abdeckung deutscher Dienste ist schwächer als bei Parcel, das UI wirkt traditioneller. Für DACH-Nutzer mit überwiegend deutschen Bestellungen bleibt Parcel die bessere Wahl, für US-Bestellungen oder eine klare Präferenz für Einmalkäufe ist Lieferungen die Alternative.
Wann du gar keine Paket-App brauchst
Bestellst du fast nur bei Amazon, brauchst du Parcel nicht – die Amazon-App zeigt den Status zuverlässig, und du hast nur einen Anbieter. Eine Paket-App lohnt sich erst, wenn Bestellungen aus mehreren Quellen mit unterschiedlichen Versanddiensten zusammenkommen: Indie-Shops, Etsy, eBay-Privatverkäufer, spezialisierte Online-Shops. Ein einzelnes Hermes-Paket im Quartal: Tracking-Code im Browser reicht. Drei Pakete pro Woche von vier Diensten: Parcel ist Pflicht.
Wer ohnehin gerne digital ordnet statt zu sammeln, findet dasselbe Prinzip in unserem Artikel zu Kundenkarten als App auf dem iPhone: eine zentrale Stelle statt dutzender Marken-Apps. Und wer beim Einkaufen sparen will, findet in meiner Lieblings-Deal-App einen weiteren Baustein für entspanntes Online-Bestellen.
Häufige Fragen
Sammelt Parcel meine Daten oder meinen Bestellverlauf?
Parcel speichert Tracking-Nummern auf seinen Servern, weil das für die Statusabfrage technisch nötig ist. Amazon-Anmeldedaten werden laut Entwickler nur lokal verschlüsselt verarbeitet. Kein Werbe-Tracking, kein Datenverkauf, keine Drittanbieter-Tools im Hintergrund.
Funktionieren wirklich alle deutschen Dienste?
Die wichtigen ja: DHL, Deutsche Post, Hermes, DPD, GLS, UPS, FedEx, Amazon Logistics, iloxx, dazu Schweizer und Österreichische Post. Bei sehr regionalen Speditionen oder Möbel-Lieferdiensten kann es Lücken geben.
Brauche ich für Parcel einen Account?
Nein, Parcel läuft sofort nach dem Download ohne Registrierung. Erst für Sync zwischen iPhone, Mac und Apple Watch bietet sich ein Login an, das läuft über iCloud, also ohne eigenen Parcel-Account.
Zeigt Parcel das Paket auf einer Karte?
Ja, sofern der Lieferdienst Geo-Daten liefert. DHL, UPS und FedEx tun das oft, Hermes und DPD seltener. In der Detail-Ansicht einer Sendung erscheint dann eine Mini-Karte mit dem aktuellen Standort.