Ratgeber Veröffentlicht am 17. September 2026 8 Min. Lesezeit

Stundenplan und Hausaufgaben: Schule organisieren mit dem iPhone

Welche Schulplaner-App sich wirklich lohnt, was das iPhone ohne Zusatz-App schon kann und warum Monatsabos für einen Stundenplan die falsche Wahl sind.

Am ersten Schultag ist der Plan noch auf Papier, in der zweiten Woche liegt er zerknittert im Ranzen, und ab Oktober weiß niemand mehr, ob morgen Sport ist. Dabei löst das iPhone genau dieses Problem, wenn man es einmal richtig einrichtet: SchulPlaner für den Stundenplan, die Erinnerungen-App für Hausaufgaben, der Kalender für Termine und Ferien.

Diese Anleitung geht in der Reihenfolge vor, in der die Entscheidungen tatsächlich anfallen: Erst klären, was die Schule vorgibt. Dann der Stundenplan. Dann die Hausaufgaben. Und zum Schluss die Ruhe zum Arbeiten.

Zuerst: Was gibt die Schule vor?

Bevor du irgendeine App installierst, klär diese Frage. Viele Schulen nutzen ein eigenes System, und das kann man nicht ersetzen.

Untis Mobile ist die verbreitetste Lösung. Die App zeigt den echten Stundenplan der Schule samt tagesaktuellem Vertretungsplan, weil sie direkt am digitalen Klassenbuch hängt. Sie funktioniert nur, wenn die Schule das WebUntis-Paket gebucht hat. Als Elternteil kann man das nicht nachrüsten.

Untis Mobile
Untis Mobile Untis GmbH
Gut · 4,4★Gratis

Stundenplan und Vertretungsplan der Schule auf dem iPhone

Perfekt für dich, wenn ...
Du gehst auf eine Schule, die WebUntis nutzt
Du willst Ausfälle und Raumwechsel sehen, bevor du losgehst
Du bist Elternteil und willst Krankmeldung und Elternbriefe im Handy haben
Eher nicht, wenn ...
Du suchst einen Stundenplan, den du selbst anlegst
Offline nutzbarKeine Werbung

Dasselbe gilt für Sdui, IServ und den Schulmanager Online. Steht eine davon im Elternbrief, ist sie gesetzt und zusätzlich zu allem nötig, was hier noch folgt.

Wichtig: Diese Apps zeigen, was die Schule einträgt. Sie ersetzen keinen eigenen Planer, in dem Hausaufgaben, Klausurtermine und Noten landen. Die meisten Familien brauchen beides.

Der Stundenplan: Hier lohnt sich eine App

Für fast alles andere in diesem Artikel reichen die Apple-Apps. Beim Stundenplan nicht. Ein Wochenraster mit Fächern, Räumen, Doppelstunden und A/B-Wochen lässt sich im Kalender zwar abbilden, macht aber keinen Spaß und sieht nie gut aus.

SchulPlaner ist die runde Lösung: Stundenplan, Hausaufgaben, Noten und Klausuren an einem Ort, dazu Elternmodus und iCloud-Abgleich. Trägt man eine Hausaufgabe ein, schlägt sie automatisch die nächste Fachstunde als Fälligkeitsdatum vor.

Kostenlos nutzbar, die Pro-Version 1,99 € im Monat, 7,99 € im Jahr oder 22,99 € einmalig. Welche Variante sich lohnt, steht weiter unten. Die aktuelle Version setzt iOS 26 voraus, auf älteren Geräten läuft sie nicht.

SchulPlaner - Dein Stundenplan
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Optimiere deinen Schulalltag mit dem SchulPlaner – der ultimativen App für die mühelose Verwaltung deines Stundenplans,…

PocketSchool ist die ehrlichste Alternative: Stundenplan, Hausaufgaben, Noten, Klausuren, Ferien und Fehlstunden, komplett kostenlos, ganz ohne In-App-Käufe, arbeitet offline. Wer keine Bezahlschranke im Schulalltag will, nimmt diese.

PocketSchool
PocketSchool Fabian Geistert
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Stundenplan, Hausaufgaben, Notenüberischt? Diese App bietet Dir alles, was Du im Schulalltag brauchst.

Sharezone pflegt den Stundenplan für die ganze Klasse gemeinsam, sodass auch Bescheid weiß, wer krank war. Braucht genug mitmachende Mitschüler, sonst pflegt einer allein, und die App wird spürbar langsamer weiterentwickelt als die Alternativen hier.

In der Oberstufe verschiebt sich der Schwerpunkt zur Note. Die Notenapp rechnet Gewichtungen und Durchschnitte am saubersten. Sie zeigt aber Werbung, verkauft ein Zusatzabo, und ihr Datenschutz-Label führt Tracking sowie Standortdaten zu Werbezwecken auf. Bei den Noten eines Kindes ist das ein Argument dagegen.

Hausaufgaben: Dafür brauchst du keine App

Dieser Teil ist mit Bordmitteln oft besser gelöst als mit einer Zusatz-App. Die Erinnerungen-App kann alles, was Hausaufgaben brauchen, und sie ist schon da.

  • Eine Liste pro Fach. Über Neue Liste für jedes Fach eine anlegen. Einmalige Arbeit, die dafür sorgt, dass man vor der Mathestunde nur die Mathe-Liste öffnet.
  • Fälligkeit statt Uhrzeit. Bei Details unter Datum & Uhrzeit den Tag setzen, an dem die Aufgabe fertig sein muss, nicht den Tag der Aufgabe. Priorität für Dringendes aktivieren.
  • Große Aufgaben aufteilen. Ein Referat ist keine Aufgabe, sondern vier. Erinnerungen kann Unteraufgaben, sichtbar über Alle Unteraufgaben einblenden.
  • Erinnerung beim Verlassen der Schule. Unter Details eine Erinnerung auf Ortsabhängig → Beim Verlassen stellen, Ort: Schule. Kommt genau dann, wenn das Buch noch eingepackt werden kann.
  • Die richtige Standardliste. Unter Einstellungen → Apps → Erinnerungen → Standardliste festlegen, wo per Siri diktierte Aufgaben landen.

Wer tiefer einsteigen will, findet in wie ich die Erinnerungen-App nutze die Systematik dahinter. Für Arbeitsblätter lohnt der Dokumentenscanner der Notizen-App. Er liefert gerade Kanten statt schiefer Handyfotos, kostenlos.

Termine und Ferien in den Kalender

Klausuren, Elternabende und Ferien gehören in den Kalender, nicht in den Planer. Dort sehen sie auch die Eltern.

Die Ferientermine muss man nicht abtippen: Unter Einstellungen → Apps → Kalender → Kalender-Accounts → Account hinzufügen → Andere → Kalenderabo hinzufügen mit der ICS-Adresse eines Ferienkalenders für das eigene Bundesland eintragen. Die Termine aktualisieren sich von selbst.

Zwei weitere Einstellungen unter Einstellungen → Apps → Kalender lohnen sich: Kalenderwochen einblenden, weil Schulen in Kalenderwochen denken, und Standardhinweise setzen, damit die Klausur nicht erst am Morgen auffällt. Mehr dazu im Vergleich der Kalender-Apps.

Ruhe zum Arbeiten

Hausaufgaben scheitern selten am Stoff und oft am Klassenchat. Dagegen hilft ein eigener Fokus. iOS bringt Nicht stören, Arbeiten, Lesen mit, aber nichts für die Schule. Unter Einstellungen → Fokus legt man ihn selbst an.

Der Gewinn steckt in zwei Optionen: Unter Mitteilungen erlauben → Apps legst du fest, welche Apps überhaupt melden dürfen. Mit Ortsabhängigen Zeitplan hinzufügen startet der Fokus automatisch, sobald das Kind zu Hause ankommt.

Der Fokus filtert Mitteilungen, sperrt aber keine Apps. Wer sie trotzdem öffnet, kommt hinein. Mehr dazu in der Anleitung zum Fokus-Modus. Echtes Sperren geht nur über Einstellungen → Bildschirmzeit. Dort unter Immer erlauben die Schul-Apps eintragen, damit sie während der Auszeit erreichbar bleiben. Ein Limit auf eine einzelne App greift trotzdem weiter.

Was das Ganze kosten darf

Ein Stundenplan wird zweimal im Jahr eingerichtet und läuft dann. Bei SchulPlaner gibt es für dieselbe Pro-Version drei Preise:

VariantePreisNach 2 JahrenNach 5 Jahren
monatlich1,99 €47,76 €119,40 €
jährlich7,99 €15,98 €39,95 €
einmalig22,99 €22,99 €22,99 €

Das Monatsabo lohnt nie, es ist schon im ersten Jahr teurer als der Einmalkauf. Zwischen Jahresabo und Einmalzahlung liegt der Umschlagpunkt bei knapp drei Jahren: Wer in Klasse 9 anfängt, fährt mit dem Jahresabo günstiger, wer in Klasse 5 startet, mit dem Einmalkauf.

Zwei Dinge vor dem Antippen: Bei Kauf-Objekten mit Fantasienamen genau hinsehen, und bei Abos den Preis im Kaufdialog prüfen, nicht nur in der Store-Übersicht.

Praktisch keine App exportiert den Stundenplan in ein offenes Format. Wer wechselt, tippt alles neu ein, also gleich eine App wählen, bei der man bleiben will.

Was sich nicht lohnt

Apps ohne Pflege. Bei einer App ohne Update seit Jahren ist der nächste iOS-Sprung ein Risiko. Das trifft ausgerechnet einige bekannte Vertretungsplan-Apps trotz sechsstelliger Bewertungszahlen. Nachsehen kann man das im App Store unter „Neue Funktionen“.

Reine Notenrechner als Hauptlösung und ein zweiter Planer neben dem der Schule. Notenrechner lösen das Organisationsproblem nicht, nur die Rechnung. Und wer Untis, Sharezone und einen eigenen Planer parallel führt, trägt jede Hausaufgabe dreimal ein oder irgendwann gar nicht mehr. Eine Quelle für den Stundenplan, eine für die Aufgaben, fertig.

Was wir empfehlen

Klasse 5 bis 10: SchulPlaner für den Stundenplan, Erinnerungen für die Hausaufgaben, Kalender für Klausuren und Ferien. Wer nichts zahlen will, nimmt PocketSchool statt SchulPlaner.

Oberstufe: Notenapp, weil ab hier die Note zählt, dazu ein selbst angelegter Fokus mit ortsabhängigem Zeitplan.

Wenn die Schule ein System vorgibt: Untis, Sdui oder IServ zusätzlich installieren, den eigenen Planer trotzdem führen.

Hier ging es um Struktur, nicht um Stoff. Bei Fach-Problemen helfen unsere besten Lern-Apps für Schüler und die Mathe-Apps fürs iPhone weiter.

Häufige Fragen

Reicht der Apple Kalender für den Stundenplan?

Technisch ja, praktisch nein. Doppelstunden und A/B-Wochen lassen sich nur über Terminserien im Vierzehn-Tage-Rhythmus abbilden, umständlich und fehleranfällig. Für Klausuren und Ferien ist der Kalender dagegen genau richtig.

Was ist der Unterschied zwischen Untis und einem Schulplaner?

Untis zeigt, was die Schule einträgt, inklusive Vertretungsplan. Ein Schulplaner ist der eigene Bereich: Hausaufgaben, Noten, persönliche Termine. Das eine ersetzt das andere nicht.

Gibt es einen Schulzeit-Modus fürs iPhone?

Nein. „Schulzeit“ ist eine Funktion der Apple Watch (Series 4 oder neuer, watchOS 7) und wird in der Watch-App eingerichtet. Sie blockiert Apps und Zifferblatt-Elemente während der Unterrichtszeit. Auf dem iPhone übernimmt das die Bildschirmzeit.

Wie bekomme ich die Ferientermine ins iPhone?

Über ein Kalenderabo unter Einstellungen → Apps → Kalender → Kalender-Accounts → Account hinzufügen → Andere → Kalenderabo hinzufügen mit der ICS-Adresse eines Ferienkalenders für das eigene Bundesland.

Sehen Eltern die Hausaufgaben mit?

Bei SchulPlaner über den Elternmodus, bei Sharezone über die geteilte Klassenansicht. Mit Bordmitteln geht auch das: Eine Erinnerungen-Liste lässt sich über Liste teilen freigeben.

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