Tanken, laden, sparen: die besten Auto-Apps fürs iPhone
Benzinpreise vergleichen, Spritkosten dokumentieren, günstig laden: Diese iPhone-Apps sparen beim Auto richtig Geld, egal ob Verbrenner oder E-Auto.
Das Auto ist für die meisten Haushalte der zweitgrößte Kostenblock nach der Miete, und ausgerechnet hier verschenken viele jeden Monat Geld. Zwischen der teuersten und der günstigsten Tankstelle im Umkreis liegen oft 15 Cent pro Liter, an derselben Ladesäule zahlt ein E-Auto je nach Ladekarte mal 39 und mal 89 Cent pro Kilowattstunde.
Mit den richtigen Apps holst du dir diese Differenz zurück, ohne dafür mehr zu tun als einen Blick aufs iPhone.
Benzinpreise vergleichen: die Basis
Alle deutschen Tank-Apps beziehen ihre Preise aus derselben amtlichen Quelle, der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe des Bundeskartellamts. Jede Tankstelle muss ihre Preisänderungen dorthin melden. Der Unterschied zwischen den Apps liegt also nicht in den Daten, sondern darin, wie schnell und klug sie sie aufbereiten. Einen ausführlichen Vergleich aller Kandidaten findest du auf unserer Benzinpreis-Apps-Vergleichsseite, hier die Kurzfassung.
Für den schnellen Blick vor dem Losfahren reicht Benzinpreis-Blitz: App öffnen, günstigste Tankstelle in der Nähe sehen, fertig. Mit Widget und Apple-Watch-Ansicht ist der Preischeck eine Sache von Sekunden.
Günstigste Tankstelle in der Nähe blitzschnell finden
Wer das Timing verfeinern will, nimmt clever-tanken dazu. Die App zeigt nicht nur aktuelle Preise, sondern lernt die Preiszyklen deiner Stammtankstellen und sagt dir, ob der Preis heute Abend voraussichtlich fällt.
Günstigste Tankstellen in der Nähe finden und Geld sparen
Die TankenApp, vielen noch als t-online-App bekannt, hat mit ihrer 12-Stunden-Prognose das prominenteste Trend-Feature. Sie gehört heute zum Werbekonzern Ströer und finanziert sich über Werbung samt Tracking, das muss man wissen und mögen. Funktional ist die Prognose aber die beste ihrer Art.
Spritpreise mit 12-Stunden-Prognose für den besten Tank-Moment
Praxistipp: Die Preise durchlaufen mehrere Täler pro Tag, das tiefste liegt meist zwischen 18 und 22 Uhr. Wer morgens um 7 tankt, zahlt fast immer drauf.
Kosten dokumentieren: wissen, was das Auto wirklich kostet
Sparen beginnt mit Wissen. Die wenigsten können sagen, was ihr Auto pro Kilometer wirklich kostet, weil Versicherung, Werkstatt und Wertverlust im Kopf nie zusammenkommen. Genau dafür gibt es Tankbuch-Apps.
Spritmonitor ist der Veteran: Seit einem Vierteljahrhundert tragen Hunderttausende Fahrer ihre Betankungen ein. Der eigentliche Schatz ist die Community-Datenbank, in der du den realen Verbrauch fast jedes Modells nachschlagen kannst, herstellerunabhängig und ungeschönt. Praktisch vor jedem Gebrauchtwagenkauf.
Kraftstoffverbrauch tracken und mit Millionen Fahrern vergleichen
FuelMe ist das schönere Tankbuch für den Alltag: mehrere Fahrzeuge, Verbrauchsstatistiken, Erinnerungen an TÜV und Ölwechsel, alles in einer aufgeräumten Oberfläche eines deutschen Einzelentwicklers. Wer neben dem Auto auch Motorrad oder Wohnmobil verwaltet, ist hier richtig.
Digitales Tankbuch mit Spritpreisvergleich und Verbrauchsanalyse
Beide Apps zeigen nach ein paar Monaten schwarz auf weiß, was der Kilometer kostet. Dieser Moment ändert bei vielen mehr am Fahrverhalten als jeder Spritspartipp.
E-Auto: günstig laden ist schwerer als günstig tanken
Beim Laden gibt es keine Markttransparenzstelle. Derselbe Ladepunkt kann je nach Ladekarte oder App das Doppelte kosten, und die Preismodelle der Anbieter ändern sich ständig. Zwei Apps bringen Ordnung hinein.
Ladefuchs beantwortet die eine Frage, die an der Säule zählt: Welche meiner Ladekarten ist hier gerade am günstigsten? Betreiber der Säule antippen, und die App sortiert alle gängigen Tarife nach Preis pro Kilowattstunde, getrennt nach Normal- und Schnellladen. Das Projekt kommt aus der deutschen Podcast-Community, ist quelloffen, werbefrei und spendenfinanziert. Software, wie man sie sich wünscht.
Zeigt die günstigste Ladekarte an jeder E-Auto-Säule
Zum Laden selbst brauchst du dann einen Anbieter, und da ist EnBW mobility+ die pragmatische Wahl: größtes Schnellladenetz in Deutschland, faire Standardtarife und Laden samt Bezahlung direkt aus der App. Die Kombination aus beiden ist mein Standard-Setup: Ladefuchs prüft, EnBW lädt, und wenn eine andere Karte an dieser Säule günstiger ist, weißt du es vorher.
Größtes Ladenetzwerk im DACH-Raum für Elektroautos
Wer viel unterwegs lädt, sollte die Preisfrage ernst nehmen: Bei 20.000 Kilometern im Jahr macht der Unterschied zwischen 45 und 65 Cent pro Kilowattstunde rund 700 Euro aus. Das ist mehr, als die meisten mit Tankstellen-Hopping je sparen werden.
Welche Kombination für wen?
Fürs Wesentliche reichen zwei Apps. Verbrenner-Fahrer nehmen Benzinpreis-Blitz für den Alltag und Spritmonitor oder FuelMe für die Kostenwahrheit. E-Auto-Fahrer kombinieren Ladefuchs mit der App ihres Ladeanbieters. Und wer sein iPhone ohnehin im Auto nutzt, sollte sich einmal durch unsere CarPlay-Tipps wischen, dort schlummern ein paar unterschätzte Funktionen für unterwegs.
Häufige Fragen
Woher bekommen Tank-Apps ihre Preise?
Von der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe des Bundeskartellamts, an die alle Tankstellen ihre Preise in Echtzeit melden müssen. Die Datenbasis ist bei allen Apps identisch, Unterschiede entstehen durch Aufbereitung, Prognosen und Bedienkomfort.
Warum kostet Laden an jeder Säule etwas anderes?
Weil der Preis nicht von der Säule abhängt, sondern von deinem Vertrag. Jeder Ladekarten-Anbieter verhandelt eigene Konditionen mit den Säulenbetreibern. Deshalb lohnt der Blick in den Ladefuchs, bevor du das Kabel einsteckst.
Reicht nicht einfach Google Maps oder Apple Karten?
Für die Suche nach der nächsten Tankstelle ja, für den Preisvergleich nein. Die Karten-Apps zeigen Spritpreise nur lückenhaft und ohne Prognose, und Ladepreise für deine konkreten Ladekarten kennen sie gar nicht.