iOS 27 ist da: Was auf deinem iPhone wirklich neu ist
iOS 27 ist seit dem 14. September 2026 da. Was auf jedem iPhone ankommt, was ein iPhone 15 Pro braucht und was Apple auf später vertagt hat.
iOS 27 ist seit dem 14. September 2026 da, als kostenloses Update für alle iPhones ab dem iPhone 11. Was es für die vorinstallierten Apple-Apps bedeutet, fürs iPad und für die Apple Watch, steht jeweils in einem eigenen Artikel. Apple führt gut zwei Dutzend Neuerungen auf, von der Fotobearbeitung über die Kindersicherung bis zum Equalizer für die AirPods. Sortiert ist diese Liste nach Apples Logik, nicht nach deiner.
Dieser Überblick sortiert um. Nicht danach, was Apple am liebsten zeigt, sondern danach, wie viele Menschen in Deutschland eine Funktion überhaupt zu sehen bekommen. Genau darin unterscheiden sich die Punkte erheblich: Manches landet auf jedem iPhone ab dem iPhone 11, anderes setzt ein iPhone 15 Pro voraus, einiges startet nur auf Englisch, und eine der meistgenannten Funktionen ist zum Release gar nicht dabei.
Grundlage ist Apples eigene Seite zu iOS 27, nachgelesen am 16. September 2026, dazu die Beobachtungen aus den ersten Tagen mit dem fertigen System.
Was auf jedem iPhone ankommt
1. Liquid Glass bekommt einen Regler
Die auffälligste Änderung ist zugleich die, die wirklich jeden betrifft. Apple arbeitet das Liquid-Glass-Design aus iOS 26 nach: gleichmäßigere Lichtbrechung, besserer Kontrast und dadurch laut Apple eine hervorragende Lesbarkeit. App-Symbole sehen sichtbar schärfer aus, mit klareren Kanten als unter iOS 26.
Wichtiger als diese Politur ist der neue Regler. Mit ihm stellst du ein, wie Liquid Glass überhaupt aussehen soll, von ultraklar bis komplett durchgefärbt. Das liest sich wie die Antwort auf die häufigste Kritik am Design von iOS 26, nämlich dass sich Bedienelemente über unruhigen Hintergründen schlecht lesen lassen. Wer damit gehadert hat, dreht den Regler einfach in Richtung durchgefärbt.
Der Regler sitzt in den Einstellungen im neuen Bereich Erscheinungsbild unter dem Punkt Liquid Glass. Er läuft stufenlos von klar bis kräftig getönt, die Mittelstellung ist Apples Standard, und die Vorschau darüber ändert sich live beim Ziehen (Anleitung bei MacRumors). Schon in der Beta urteilte Dan Moren bei Six Colors, Liquid Glass sei in iOS 27 insgesamt deutlich angenehmer fürs Auge. Nach dem Release deckt sich das mit dem ersten Eindruck: Die Standarddarstellung ist heller als zuvor, und Bedienelemente heben sich durch eine leichte Schattierung besser vom Hintergrund ab.
2. Das System wird schneller, und zwar messbar
Drei Zahlen nennt Apple: Apps öffnen sich bis zu 30 Prozent schneller, neue Fotos landen bis zu 70 Prozent schneller in der Mediathek, AirDrop-Übertragungen laufen bis zu 80 Prozent schneller.
Bis zu ist dabei das entscheidende Wort. Ein Blick in Apples Fußnoten zeigt, wie die Werte zustande kommen, und das ist ungewöhnlich aufschlussreich:
- Die 30 Prozent beim App-Start hat Apple im April und Mai 2026 auf einem iPhone 11 Pro Max gemessen, also auf dem ältesten Modell, das iOS 27 überhaupt bekommt.
- Die 70 Prozent in Fotos stammen von einem iPhone 15 mit einer Mediathek aus 50.000 Objekten.
- Die 80 Prozent bei AirDrop wurden auf einem iPhone 16 Plus ermittelt, beim Übertragen mehrerer Fotos mit zusammen 30 MB an Kontakte in der Nähe, ohne WLAN-Verbindung.
Dass ausgerechnet der App-Start auf dem ältesten unterstützten iPhone gemessen wurde, ist eines der interessantesten Details der ganzen Ankündigung. Wenn dein iPhone 11 oder 12 im Lauf der Jahre zäh geworden ist, dürfte dir das mehr bringen als jede KI-Funktion. Schon im Beta-Hands-on von Six Colors fielen schnellere App-Starts und eine flottere Foto-Synchronisierung im Alltag auf, ohne Messgeräte. Apple selbst schreibt einschränkend, die Leistung hänge von Konfiguration, Inhalten, Nutzung und Umgebung ab. Wie viel davon bei AirDrop ankommt, lässt sich am ehesten beim Teilen größerer Dateien beurteilen.
3. Der Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk
Auf Apples Liste ein kleiner Punkt, der im Alltag viel ausmacht: Das iPhone wählt die beste verfügbare Verbindung übergangsloser. Die zuständige Funktion heißt jetzt Verbindungshilfe, ist standardmäßig aktiv und sitzt in den Einstellungen unter WLAN. Gemeint ist der Moment, in dem du das Haus verlässt und dein iPhone noch am heimischen WLAN hängt, das längst nicht mehr trägt. Die Wegbeschreibung lädt nicht, der FaceTime-Anruf stockt.
Das ist keine Funktion, die man einschaltet, sondern eine, die man daran merkt, dass nichts mehr stockt. Neu ist, dass du sie pro Netzwerk regeln kannst, über das kleine i neben dem Netznamen. Sinnvoll ist das bei einem Gastnetz, das dauernd abbricht, und ebenso bei einem Tarif mit knappem Datenvolumen.
4. Neue Schutzfunktionen für Kinder
Ein eigener großer Block der Ankündigung, und für Familien der wichtigste. Was sich im Einzelnen ändert, steht ausführlich in unserem Artikel zur Kindersicherung in iOS 27. Apple baut sie an mehreren Stellen um:
- App-Freigabe im Systemassistenten. Schon beim Einrichten wählen Eltern aus, welche System-Apps das Kind nutzen darf: ein paar wichtige, eine empfohlene Sammlung oder genau die, die sie möchten. Weitere Apps kommen später über die Kaufanfrage dazu.
- Surfanfrage. Kinder müssen um Erlaubnis fragen, bevor sie eine neue Website öffnen. Die Anfrage landet in Nachrichten, wo Eltern sie sich in Ruhe ansehen können, bevor sie zustimmen. Laut Apple funktioniert das in Safari und anderen Browsern auf WebKit-Basis, sobald die Bildschirmzeit aktualisiert wurde.
- Kommunikationssicherheit greift breiter. Der Schutz vor Nacktheit in Nachrichten und FaceTime deckt jetzt auch blutige und gewalttätige Inhalte in geteilten Bildern und Videos ab.
- Nutzungszeiten nach Kategorien. Statt einer Gesamtzeit lassen sich Grenzen für Entertainment, Games und Social Media getrennt setzen. Apple legt altersbasierte Richtwerte bei, erarbeitet mit Fachleuten aus den Bereichen Medizin und kindliche Entwicklung. Über Zeitpläne lässt sich zusätzlich festlegen, welche App zu welcher Tageszeit oder an welchem Wochentag erlaubt ist.
Diese Funktionen führt Apple bewusst außerhalb des Apple-Intelligence-Abschnitts auf. Sie hängen damit nicht am Modelljahr des iPhones. Für die Surfanfrage nennt Apple allerdings iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 als Voraussetzung, das Elterngerät muss also ebenfalls aktuell sein.
Was ein iPhone 15 Pro oder neuer voraussetzt
Jetzt der Teil, bei dem sich die Zielgruppe deutlich verkleinert. Die folgenden Funktionen stehen auf Apples Seite zu iOS 27 alle unter der Überschrift Apple Intelligence in Apps. Die Fußnote dieses Abschnitts nennt die Geräte, auf denen Apple Intelligence läuft: alle iPhone-16-Modelle und neuer sowie iPhone 15 Pro und iPhone 15 Pro Max.
Apple wiederholt diese Voraussetzung nicht bei jeder einzelnen Funktion. Wer ein älteres iPhone hat, sollte trotzdem nicht fest damit rechnen. Was Apple Intelligence heute schon leistet, steht in unserem Überblick zu Apple Intelligence, die vollständigen Gerätelisten in unserer Übersicht dazu, welche iPhones und iPads iOS 27 bekommen.
5. Safari überwacht Preise und Lagerbestände
Von allen KI-Funktionen der Ankündigung hat diese den greifbarsten Nutzen. Mitteilung an mich heißt sie: Safari behält eine Webseite im Auge und meldet sich, wenn sich dort etwas ändert, zum Beispiel der Preis oder ein wieder verfügbarer Lagerbestand.
Damit wandert eine ganze Gattung von Preiswecker-Diensten ins Betriebssystem, für die man bisher ein Konto anlegen und eine E-Mail-Adresse hinterlassen musste. Wer regelmäßig auf einen Preis wartet, dürfte diese Funktion öfter benutzen als alles andere aus diesem Abschnitt.
Wie zuverlässig diese Beobachtung wirklich läuft und welchen Vorbehalt Apple dazu klein gedruckt hat, haben wir uns in einem eigenen Text zu Preisüberwachung in Safari angesehen. Dazu kommt die automatische Gruppierung von Tabs nach Themen, ein Angebot für alle, bei denen sich längst hunderte Tabs stapeln.
6. Die Passwörter-App ändert schwache Passwörter selbst, aber noch nicht heute
Nachtrag vom 16. September 2026: Diese Funktion ist in iOS 27.0 nicht enthalten. Auf Apples Seite steht bei ihr inzwischen der Satz „Kommt mit einem zukünftigen Softwareupdate“. Ein Datum nennt Apple nicht.
Die Passwörter-App warnt schon länger vor schwachen und bei Datenlecks aufgetauchten Zugangsdaten. Der zweite Schritt soll sein, dass sie das betroffene Passwort auf Wunsch selbst austauscht. Warum Apple die Funktion zurückgezogen hat und was Apple dazu offen lässt, steht im Artikel zum automatischen Passwortwechsel.
Das wäre die Funktion mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung gewesen. An der Warnung scheitert nämlich selten jemand, am tatsächlichen Ändern dagegen fast jeder. Warum Apple sie verschoben haben dürfte, zeigt schon ein Praxistest aus der Beta: Bei Six Colors tauschte die App nur 5 von 18 beanstandeten Passwörtern tatsächlich automatisch aus, denn die jeweilige Website muss mitspielen. Bis die Automatik kommt, bleibt nur der Weg von Hand. Wie die App im heutigen Stand funktioniert, steht in unserem Überblick zur Apple Passwörter App. Was ein Passwort überhaupt sicher macht, erklären wir dir Schritt für Schritt unter sicheres Passwort erstellen.
7. Fotos: Bildausschnitt nachträglich ändern
Drei Werkzeuge in der Fotos-App. Die Räumliche Neuausrichtung passt den Bildausschnitt noch nach der Aufnahme an. Erweitern ergänzt fehlende Bildbereiche. Das verbesserte Bereinigen entfernt größere Objekte als bisher.
Der Alltagsnutzen liegt beim ersten Punkt. Das schief gehaltene Foto, bei dem oben ein Stück fehlt, kennt jeder. Rechnen musst du mit Wartezeit: Das Foto wird für die Neuausrichtung erst analysiert, das dauert spürbar länger als ein gewöhnlicher Bearbeitungsschritt. Die klassischen Bearbeitungsschritte, die auf jedem iPhone laufen, haben wir unter Fotos auf dem iPhone bearbeiten zusammengestellt.
8. Kurzbefehle einfach beschreiben
Kurzbefehle sind das mächtigste und zugleich am seltensten genutzte Werkzeug in iOS, weil das Zusammenklicken der Bausteine viele abschreckt. Jetzt genügt eine Beschreibung, und iOS verbindet die passenden Aktionen über Apps hinweg. Apples eigenes Beispiel: „Wenn ich die Arbeit verlasse, schicke eine Nachricht an Pedro, dass ich auf dem Weg bin, mit meiner voraussichtlichen Ankunftszeit.“
Im fertigen System steckt das hinter dem Plus-Button in der Kurzbefehle-App: Du beschreibst in einem Satz, was passieren soll, und bekommst den fertigen Kurzbefehl samt Aktionsliste. Über den Button rechts oben kommst du zurück in den klassischen Baukasten. Falls du bisher nie eingestiegen bist, lohnt schon jetzt ein Blick auf die Grundlagen der Kurzbefehle.
9. Image Playground
Bilder in hoher Qualität und fast jedem Stil, laut Apple bis hin zu fotorealistisch, dazu bearbeitbar per Beschreibung. Ehrlich eingeordnet: Das ist der Punkt mit dem geringsten Alltagsnutzen. Bildgeneratoren sind unterhaltsam, aber die wenigsten Menschen brauchen mehr als ein paar Bilder im Jahr. Apple stellt die Funktion weit oben auf seine Seite. In dieser Liste steht sie deshalb weit unten.
Was zum Start nicht auf Deutsch kommt
Vorschläge in Nachrichten und Mail bieten aus dem Zusammenhang eines Gesprächs die passende Aktion an, etwa einen Kalendereintrag anlegen oder ein Foto heraussuchen. Apple vermerkt dazu „Verfügbar auf Englisch“, und in der Fußnote steht zusätzlich, dass der Teil für Nachrichten erst mit einem künftigen Software-Update kommt. Für deutschsprachige Nutzer ist die Funktion damit zum Start ohne Wert, und wann sie auf Deutsch nachkommt, sagt Apple nicht.
Dasselbe gilt für den Anrufkontext, der während eines Telefonats mit einem Unternehmen passende Informationen aus deinen Apps einblendet, zum Beispiel den Buchungscode aus einer Mail, wenn du bei einer Fluggesellschaft anrufst.
Deutlich schwerer wiegt der Fall beim neuen Siri. Siri AI ist in der EU auf iPhone und iPad zum Start nicht verfügbar, Apple begründet das mit den Vorgaben des Digital Markets Act. Der iPhone-Ticker zählt am Tag nach der Freigabe weitere Lücken auf: Das Aufnehmen eines Apple Referenzbilds ist in der EU gesperrt, und der Workout Buddy spricht vorerst nur Englisch und Spanisch. Wer wegen des überarbeiteten Assistenten über ein neues iPhone nachdenkt, sollte das einkalkulieren. Was diese Einschränkung für Deutschland praktisch bedeutet, steht in Siri AI in iOS 27: Was in der EU vorerst fehlt.
Wichtig zur Einordnung: Apple Intelligence als Ganzes ist davon nicht betroffen. Deutsch steht in Apples Sprachliste, und Funktionen wie die Schreibwerkzeuge arbeiten längst auf Deutsch. Es sind einzelne neue Funktionen, die zunächst auf Englisch starten.
Was nach dem Update sofort auffällt
Diese Änderungen stehen auf keiner Ankündigungsseite, fallen aber am ersten Tag auf. Der iPhone-Ticker hat sie nach dem Release durchgezählt, hier stehen die, die im Alltag wirklich etwas ändern. Alle Pfade beziehen sich auf die Einstellungen-App.
- Wecker und Systemtöne haben eine eigene Lautstärke. Unter Töne & Haptik lassen sich Wecker und Timer sowie Warnmeldungen und Systemtöne von der Klingeltonlautstärke abkoppeln und separat regeln. Das ist die Antwort auf ein Ärgernis, das so alt ist wie das iPhone.
- Die Uhrzeit darf vom Sperrbildschirm weichen. In der Anpassung des Sperrbildschirms kannst du die große Uhr nach oben neben das Datum setzen. Zusammen mit weggelassenen Widgets wird der Sperrbildschirm damit so ruhig, wie er noch nie war.
- Querformat ist zurück. Viele Apple-Apps drehen wieder mit, darunter Wo ist, Fitness, Health, Home, Erinnerungen, Kurzbefehle, Wetter und Sprachmemos.
- Wallet lässt eigene Karten zu. Über das Plus oben rechts erstellst du aus einer Vorlage eine eigene Karte mit Icon, Textfeldern, Farbe und Barcode oder QR-Code. Sie erscheint auch auf der Apple Watch. Für Kundenkarten ohne eigene App ist das ein Grund, eine Fremd-App zu löschen.
- Fotos synchronisiert auf Wunsch sofort. Unter Apps → Fotos gibt es den Schalter Sofort synchronisieren, der bis zum Tagesende gilt. Dort sitzt auch Bildschirmfüllend vergrößern für Fotos, die sonst mit schwarzen Balken oben und unten liegen.
- Schlagwörter für Fotos. In den Infos eines Fotos lassen sich eigene Stichwörter hinterlegen, nach denen die Suche dann findet.
- Safari-Menü selbst zusammenstellen. Im Menü ganz unten sitzt Menü anpassen: Reihenfolge ändern, Selten-Genutztes raus, Häufiges nach oben.
- WLAN-Unterstützung heißt jetzt Verbindungshilfe und ist von Mobilfunk nach WLAN umgezogen. Neu ist, dass du sie für jedes Netzwerk einzeln ein- oder ausschalten kannst, über das kleine i neben dem Netznamen.
- Weniger App-Vorschläge in der Suche. Unter Suchen legst du fest, ob dir Spotlight vier Apps, acht Apps oder gar keine vorschlägt.
- Serien laden im Voraus. Unter Apps → TV lädt die TV-App auf Wunsch die nächsten zwei Folgen automatisch und löscht sie nach dem Ansehen wieder. Praktisch vor jedem Flug.
- Timer starten ohne App-Wechsel. Ein Tipp auf den Timer-Button im Kontrollzentrum öffnet jetzt eine Bedienung in der Dynamic Island, statt die Uhr-App aufzumachen.
- Die AirPods-Einstellungen sind neu sortiert. Alles liegt jetzt in Kategorien statt in einer langen Liste, und der adaptive Modus lässt sich erstmals direkt im Kontrollzentrum feinjustieren.
Kleinere Punkte, die trotzdem auffallen
- Automatische Untertitel. Die Bedienungshilfen erzeugen zu jedem Video synchrone Untertitel und übersetzen vorhandene sogar in andere Sprachen. Das ist weit über den Kreis hinaus nützlich, für den es entwickelt wurde. Was in diesem Bereich sonst noch steckt, steht in unserer Übersicht der Bedienungshilfen.
- Bessere Mail-Suche. Ein neues Ranking-System bringt die passenden Treffer nach oben. Steht bei den allgemeinen Systemverbesserungen, gilt also nicht nur für Geräte mit Apple Intelligence.
- Geteilte iCloud-Alben. Wer Android oder Windows nutzt, kann über iCloud.com eigene Fotos beisteuern. Geteilte Alben unterstützen jetzt außerdem volle Auflösung.
- Equalizer für AirPods. Tiefen, Mitten und Höhen lassen sich in den AirPods-Einstellungen von Hand anpassen.
- Perimenopause in der Health-App. Das Zyklusprotokoll meldet sich, wenn die aufgezeichneten Muster darauf hindeuten. Apple richtet diese Hinweise an Personen ab 40 Jahren und stellt klar, dass sie keine ärztliche Abklärung ersetzen.
- GymKit auf dem iPhone. Kompatible Laufbänder, Crosstrainer, Räder und Stepper lassen sich jetzt auch mit iPhone und AirPods Pro 3 verbinden, nicht mehr nur mit der Apple Watch.
- Flyover in Karten rendert Luftaufnahmen und Modelle nach Apples Angaben deutlich detaillierter, bis hinunter zur Form einzelner Bäume.
- Home-App. Zusammengefasste Mitteilungen, beschriebene Kameraaufnahmen und eine Suche nach Ereignissen in natürlicher Sprache. Das setzt Apple Intelligence, einen Home-Hub und ein iCloud+-Abo voraus. Unabhängig davon streamen und speichern unterstützte HomeKit-Secure-Video-Kameras jetzt in 4K.
Was du jetzt tun kannst
Das Update steht bereit unter Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate. Vorher gehört ein aktuelles Backup dazu, ob über iCloud oder den Mac, spielt keine große Rolle. Wer es ordentlich machen will, geht die Checkliste vor der Installation durch, statt das Update über einen halbvollen Akku laufen zu lassen.
Danach lohnen sich genau zwei Handgriffe. Erstens der Liquid-Glass-Regler unter Einstellungen → Erscheinungsbild, weil er die häufigste Beschwerde über iOS 26 in dreißig Sekunden erledigt. Zweitens die getrennte Weckerlautstärke unter Töne & Haptik, falls dich der Wecker je zu leise oder das Klingeln zu laut erwischt hat. Und falls du wissen willst, worauf iOS 27 überhaupt aufsetzt: Die wichtigsten Neuerungen aus iOS 26 sind die Grundlage, an der sich das neue System messen lassen muss.
Häufige Fragen
Seit wann gibt es iOS 27?
Seit dem 14. September 2026, fünf Tage nach der Keynote vom 9. September. Das Update ist kostenlos und steht unter Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate.
Welche iPhones bekommen iOS 27?
Alle, die auch iOS 26 bekommen haben. Die Liste reicht zurück bis zum iPhone 11 und zum iPhone SE der 2. Generation, kein iPhone fällt heraus. Beim iPad sieht es anders aus, dort verlieren nach unserer Geräteübersicht fünf ältere Modelle den Anschluss.
Brauche ich für die neuen Funktionen ein neues iPhone?
Für die wichtigsten nicht. Das überarbeitete Design samt Regler, das höhere Tempo, der nahtlosere Netzwechsel und die neue Kindersicherung laufen auf allen unterstützten Geräten. Die Funktionen aus dem Apple-Intelligence-Abschnitt setzen dagegen ein iPhone 15 Pro, ein iPhone 15 Pro Max oder ein Modell ab dem iPhone 16 voraus.
Kommt das neue Siri auch in Deutschland?
Zum Start nicht. Siri AI ist in der EU auf iPhone und iPad nicht verfügbar, Apple begründet das mit den Vorgaben des Digital Markets Act. Ein Termin für Deutschland steht nicht fest.
Läuft Apple Intelligence auf Deutsch?
Ja, Deutsch steht in Apples Sprachliste für Apple Intelligence. Einzelne neue Funktionen sind davon ausgenommen: Die Vorschläge in Nachrichten und Mail sowie der Anrufkontext tragen den Zusatz, dass sie zunächst auf Englisch kommen.
Wird mein älteres iPhone durch iOS 27 langsamer?
Apple stellt das Gegenteil in Aussicht und hat den Zugewinn beim App-Start ausgerechnet auf einem iPhone 11 Pro Max gemessen, dem ältesten unterstützten Modell. Die Rückmeldungen aus den ersten Tagen gehen in dieselbe Richtung, belastbare Messungen über verschiedene Modelle hinweg gibt es aber noch nicht. Ein Backup vor dem Update bleibt Pflicht.
Kann die Passwörter-App jetzt Passwörter selbst ändern?
In iOS 27.0 nicht. Apple hat die Funktion auf ein späteres Softwareupdate verschoben und nennt dafür kein Datum.